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Reportagebericht Venezuela - Die Kinderrepublik Benposta
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Die Kinderrepublik Benposta

1956 wurde die erste Nation der Kinder in der spanischen Stadt Ourense von einigen Jugendlichen und einem jungen katholischen Priester, dem damals 23 Jahre alten Pater Jesús César Silva Méndez, gegründet. Die „Nacion de los muchachos“ wurde geboren. Nach diesem Modellprojekt wurden weitere Einrichtungen in Lateinamerika gegründet. Mittlerweile gibt es verschiedene Benposta-Gemeinschaften auf der Welt, die sich für die Rechte von Kindern in Kolumbien, Venezuela und Bolivien einsetzen.

An die 80 % der venezolanischen Bevölkerung leben nach internationalen Maßstäben in Armut. Die Hälfte aller Mädchen und Jungen haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Das Vermögen des Landes ist in den Händen einer zahlenmäßig begrenzten Oberschicht. Die Zukunftsaussichten der ländlichen Bevölkerung und der Bewohner des Elendsgürtels der großen Städte werden dabei immer finsterer. Besonders die Kinder leiden unter der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage.

Die Kinderrepublik Benposta wurde 1990 nur wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt Caracas in den Räumen eines früheren Benediktiner Klosters gegründet. Direkt am Meer gelegen befindet sich das Gebäude an einem Berghang. Mit eigenen Ländereien und Obstplantagen bietet Benposta einen Zufluchtsort für 80 Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln der Hauptstadt oder anderen Teilen des Landes.

Viele Kinder finden in Benposta zum ersten Mal die Möglichkeit eine Schule zu besuchen, ausreichend zu essen und ihrer Umwelt zu vertrauen. Die meisten haben zuvor psychische oder physische Gewalt erfahren müssen oder lebten als Straßenkinder auf sich allein gestellt am Rande der Gesellschaft. Benposta ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen in einer familiären Gemeinschaft und einer gleichberechtigten Gruppe zu leben. Ziel ist es, die Rechte der Kinder zu fördern und sich für eine positive Veränderung der Welt zu engagieren.

Neben dem Besuch der eigenen Schule, deren Abschlüsse staatlich anerkannt sind wird besonders auf Gruppenarbeit und die Entwicklung des kritischen Denkens Wert gelegt. In verschiedenen Arbeitseinheiten können die Kinder je nach Wunsch und Neigung verschiedene Kenntnisse erwerben. Im Haus gibt es eine Werkstatt für handwerkliche Tätigkeiten, eine Schneiderei und eine Zirkusschule. Die Kinder lieben die artistischen und akrobatischen Einheiten und präsentieren gern ihre Fähigkeiten. Diese tragen auch zum Lebensunterhalt bei.

Alle Mitglieder tragen die Verantwortung für das Funktionieren von Benposta gemeinsam. In Versammlungen und Bürgermeisterwahlen wird jedes Mitglied einbezogen und jede Entscheidung demokratisch abgestimmt. Die Erwachsenen begleiten den Erziehungsprozess nur und präsentieren Benposta nach Außen hin.

 

Chao Leh

Die Fotoreportage entstand im Jahr 1999


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